Auszeichnung für inklusives Schulungsprojekt des Landes Südtirol

Sa. 20.06.2026

Das Land Südtirol wurde beim diesjährigen „Premio Filippo Basile“ der italienischen Vereinigung für Weiterbildung AIF (Associazione Italiana Formatori) ausgezeichnet. Der renommierte Preis zählt zu den wichtigsten gesamtstaatlichen Auszeichnungen für innovative Weiterbildungsprojekte in der öffentlichen Verwaltung und würdigt Initiativen zur Weiterentwicklung von Mitarbeitenden und zur Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen.
Die Preisverleihung fand am 22. Mai im Rahmen des nationalen AIF-Kongresses in Udine statt. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Rafforzare le competenze per una pubblica amministrazione senza barriere: leadership inclusiva, accessibilità digitale e sicurezza equa e comprensibile“.
Die Auszeichnung bestätigt den Weg des Landes Südtirol hin zu einer modernen, zugänglichen und inklusiven Verwaltung. „Das Projekt“, so Alexander Steiner, „stärkt gezielt Inklusion und digitale Barrierefreiheit in der Landesverwaltung und fördert eine organisationsweite Kultur, die Vielfalt als Stärke versteht und sich konsequent an europäischen Standards der Zugänglichkeit orientiert.“
Im Mittelpunkt stehen der Aufbau bereichsübergreifender Kompetenzen im Bereich der digitalen Barrierefreiheit, die Weiterentwicklung einer inklusiven Führungskultur, die Verbesserung der Verständlichkeit und Qualität der institutionellen Kommunikation sowie ein chancengerechter Zugang zur Weiterbildung – auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Das Schulungsprogramm wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Generaldirektion, dem Amt für Personalentwicklung, der Abteilung Informatik und der Agentur für Presse und Kommunikation umgesetzt. Die finanziellen Mittel für das Schulungsprogramm wurden großteils von der Abteilung Informatik bereitgestellt. Wesentliche Partner waren das Büro für Leichte Sprache OKAY der Lebenshilfe Südtirol sowie die Südtiroler Informatik AG (SIAG). Das Büro OKAY übersetzt die Texte für das Landeswebportal in Leichter Sprache, führt laufend Verständnistests gemeinsam mit Menschen mit Beeinträchtigung der Lebenshilfe durch und bietet Schulungen zur barrierefreien Sprache an.
„Das Projekt“, so Amtsdirektor Günter Sölva, „zeigt, dass Inklusion und Barrierefreiheit Teil einer modernen Verwaltungskultur sind. Entscheidend für den Erfolg war die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Partner sowie die aktive Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigung. Gemeinsam setzen wir den eingeschlagenen Weg in Richtung einer barrierefreien und inklusiven öffentlichen Verwaltung konsequent fort.“
Im Rahmen des Projekts wurden insgesamt rund 4.000 Personen durch vielfältige Schulungsangebote erreicht.

Quelle: Autonome Provinz Bozen – Presseamt

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