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12.08.2021

Lebenshilfe-Präsident Hans Widmann bei der Pressekonferenz „Halbzeit“ von Landesrätin Waltraud Deeg

 
Am 11. August fand im Hotel Masatsch die Pressekonferenz „Halbzeit“ von Landesrätin Waltraud Deeg statt. Der Titel bezieht sich im Sinne der Bilanzziehung sowie des Ausblicks auf die bisherige Arbeit in der Landesregierung während der aktuellen Legislaturperiode. Gemeinsam mit Petra Bisaglia, Christine Pircher und Leo Resch wurde auch Lebenshilfe-Präsident Hans Widmann in die Gestaltung der Pressekonferenz miteinbezogen und zu kurzen Statements zum Thema „Menschen mit Behinderungen: Welche Akzente sind in diesem Bereich noch zu setzen?“ gebeten.
Hans Widmann betonte zu Beginn seiner Stellungnahme die Wichtigkeit des neuen Status des Sozialen, dem seit der politischen und verwaltungstechnischen Trennung vom Gesundheitsbereich eine weit größere Aufmerksamkeit zuteilwurde. Des Weiteren begrüßte er den Fortschritt in der Arbeit am neuen Sozialplan, die kürzlich erfolgte Verabschiedung der Richtlinien zum Thema „Wohnen“ sowie die Wiedereinführung des Sozialbeirats als eines bedeutenden Mitbestimmungsgremiums.
In Bezug auf die zweite „Halbzeit“ der Legislaturperiode brachte er seinen Wunsch zum Ausdruck, dass im Sinne der Inklusion auch Richtlinien zum Thema „Mobilität“ verabschiedet werden. Was die Arbeitsinklusion betrifft, so verwies er auf die Notwendigkeit, sozialpartnerschaftliche Aktionen mit den Wirtschaftsverbänden anzustoßen, um die Arbeitsangebote für Menschen mit Beeinträchtigung zu erhöhen. Außerdem sei eine rasche Umsetzung des landesweiten Konzepts für eine bedarfsorientierte Betreuung und Begleitung von Menschen mit Autismus erforderlich, abgesehen von der generellen Lösung der Personalfrage im Zusammenhang mit den covidbedingt bedrohten Dienstleistungen. Was die Planung des Sozialen im Allgemeinen betrifft, so wies Hans Widmann auf die Notwendigkeit einer ausschreibungsfreien Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privaten Organisationen hin, wobei letztere eine Aufwertung im Sinne des Subsidiaritätsprinzips erfahren müssten. Ganz prinzipiell sei das Soziale außerdem nicht als Thema für spezialisierte Abteilungen und Ämter, sondern als Gegenstand zu betrachten, für den die gesamte Gesellschaft Verantwortung trage. „Also muss“, so Hans Widmann abschließend, „die Landespolitik das Soziale als gemeinsame Priorität verinnerlichen und alle möglichen Instrumente zur Förderung der gerechten Umverteilung wahrnehmen. Je gerechter die Umverteilung, desto weniger soziale Probleme!“


 

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