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27.04.2021

Mitgliederversammlung 2021 am 23. April

 
Am 23. April fand die heurige Mitgliederversammlung der Lebenshilfe statt. In Zusammenarbeit mit der Eurac war eine Plattform eingerichtet worden, um die Veranstaltung online abwickeln zu können. Als Ehrengäste schalteten sich Landeshauptmann Arno Kompatscher und Soziallandesrätin Waltraud Deeg zu.
In seiner Begrüßungsrede nahm Präsident Hans Widmann auf die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf die Tätigkeiten der Lebenshilfe im vergangenen Jahr Bezug. Im Hinblick auf die nahe Zukunft forderte Hans Widmann, dass der Corona-Krise keine soziale Krise erwachsen dürfe: „Wir müssen den Sozialstaat verteidigen. Das soziale Netz darf nicht reißen. Es darf keine Leistungskürzungen geben.“ Obwohl die Krise unser Leben seit bereits geraumer Zeit prägt, sieht Hans Widmann eine Reihe positiver Entwicklungen im Gang. Neben den guten Beziehungen mit der Landesregierung sei auch die verstärkte konstruktive Zusammenarbeit mit anderen sozialen Organisationen hervorzuheben. Dies verspreche eine relativ zeitnahe Umsetzung der in der „UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ festgesetzten Richtlinien, gegenwärtig vor allem in Bezug auf Wohnfragen, für die kürzlich die Durchführungsbestimmungen zum Teilhabegesetz erlassen wurden.
Auch Geschäftsleiter Wolfgang Obwexer nahm in seiner Tätigkeitsrückschau auf die Corona-Krise Bezug und stellte seinen Bericht unter das Motto „Auch und vor allem in Krisenzeiten: die Gesundheit schützen – das Soziale schützen“. Selbst Teilnehmer an der „Task Force Soziales“, berichtete er vom Umgang mit der Notlage in den einzelnen Einrichtungen und Diensten. Dabei hätten die Mitarbeiter/innen immer und überall größte Sorgfalt walten lassen. Außerdem wurden besondere Initiativen zugunsten von Menschen mit Beeinträchtigung ergriffen (Telefonberatungen, Betreuungen zu Hause, Einführungen in den Umgang mit Online-Plattformen). Als große Errungenschaft sei zu werten, dass nach den Lockdown-Monaten ein großer Teil der Sommerurlaube unter präzisen Auflagen stattfinden konnte. Heute gehe es mehr denn je darum, den Blick mit Zuversicht nach vorne zu richten.
Passend zur verbandsinternen Aufbruchstimmung präsentierte Vorstandsmitglied Roland Schroffenegger einen von ihm in Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Mitarbeiter/inne/n entworfenen Fragebogen zum Thema „Freizeitgestaltung und Freizeitangebote“. Mit Hilfe einer Umfrage will die Lebenshilfe Wünsche von Menschen mit Beeinträchtigung erfahren und deren Anregungen aufnehmen, um ihre Freizeitangebote entsprechend zu gestalten. Ein gelungenes Beispiel dafür, was es bedeutet, personenzentriert zu denken und zu handeln.

 

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