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26.09.2019

Gut besuchte Tagung "Nach uns - Dopo di noi"

 
Die Situation von Eltern von Menschen mit Behinderung ist eine Lebenssituation, gekennzeichnet von ständigem Sorgen und Bemühen um das Wohle des Kindes.

Es ist das Bemühen, sich im Umfeld der Dienste (Gesundheit, Kleinkinderbetreuung, Schule, Arbeitswelt, Wohnen, Freizeit, Beziehungen) zurechtzufinden. Sich selbst zurechtzufinden, gemeinsam mit dem Kind, gemeinsam mit der eigenen Familie.
Wird sich das Kind – das inzwischen erwachsen ist und Versuche des selbständigen Lebens hinter sich hat, was dann meistens ein gemeinsames Versuchen ist – ohne uns zurechtfinden?
Wer wird ihm Hilfe, Unterstützung, Begleitung bieten, wenn wir nicht mehr sind? Wie können die Familienangehörigen, welche diese Aufgabe übernehmen werden, ihrerseits unterstützt werden? Nach uns?
Das Gesetz vom 22.6.2016, Nr. 112 „Disposizioni in materia di assistenza in favore delle persone con disabilitá grave prive del sostegno familiare“ hat nach langer Diskussion auf allen Ebenen (Betroffene, Verbände, Parlament, Ministerium, Regionen, Gemeinden, Dienste) eine reale Möglichkeit für Eltern und deren Kinder mit Behinderungen geschaffen, für die Zeit, in welcher sie nicht mehr in der Lage sind, für sie zu sorgen.

Um diese Möglichkeiten zu beleuchten haben die Lebenshilfe und der Arbeitskreis Eltern Behinderter (AEB) eine Tagung organisiert, die gestern im Kolpinghaus stattfand.

Die Präsidenten der Lebenshilfe und des AEB Hans Widmann und Angelika Stampfl eröffneten die sehr gut besuchte Tagung. Karl Tragust übernahm daraufhin die Moderation und begrüßte als Referenten Giancarlo Sanavio, Direktor der Stiftung F3 Famiglia Fiducia Futuro aus Paudua und den Rechtsanwalt Armin Reinstadler. Giancarlo Sanavio berichtete von den bisherigen Erfahrungen der Umsetzung des Gesetzes in anderen Regionen Italiens. Rechtsanwalt Armin Reinstadler, der auch Vorstandsmitglied der Lebenshilfe ist, erläuterte die einzelnen Bausteine des Gesetzes.

In der anschließenden Diskussion kamen betroffene Familien und weitere Fachleute aus verschiedenen Bereichen zu Wort.

Es wurde abschließend betont, dass es zur Umsetzung von Wohnprojekten des "Dopo di noi" das Zusammenspiel aller braucht: der Betroffenen und ihrer Familien, von Rechtsanwälten und Notaren, von Verbänden und Genossenschaften, von Forschungseinrichtungen und nicht zuletzt der öffentlichen Hand.

Nähere Informationen zum Thema erteilt die Koordinatorin von Wohnprojekten Franca Marchetto:
Schlachthofstraße 30
39100 Bozen
Tel: 342 8293183
marchetto@lebenshilfe.it

 

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