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02.04.2020

Covid19-Krise: Die sozialen Verbände Südtirols brauchen einen Rettungsschirm

 
Eine gemeinsame Presseaussendung des Dachverbandes für Soziales, der Caritas, von Hands, Kinderdorf, KVW, La Strada / Der Weg und Lebenshilfe

Vorweg: Wir möchten an dieser Stelle nicht näher auf die Situation der einzelnen Zielgruppen eingehen, um die sich die sozialen Verbände in der ganzen Provinz kümmern. Es sei nur vorausgeschickt, dass Senioren, Menschen mit Beeinträchtigungen, mit Suchterkrankungen, mit psychischen Beeinträchtigungen, mit sozialen Problematiken, mehrfach belastete Familien mit Kindern und Migrant/inn/en in dieser Krise besonders verletzbar sind und deshalb gerade jetzt eines verstärkten Schutzes durch die Gesellschaft bedürften.
Die sozialen Verbände, die diesen Schutz mitgarantieren, stehen derzeit unter großen, teilweise existentiellen Belastungen, die hier aufgezeigt werden sollen:
• Viele Unterstützungsmaßnahmen der Verbände werden über öffentliche Beiträge mitfinanziert. Angesichts der Krise können sicher einige dieser Unterstützungsmaßnahmen -zumindest zeitweise - nicht mehr in vollem Umfang angeboten werden. Trotzdem entstehen den Verbänden Fixkosten durch Planung und Verwaltung dieser Dienste. Diese müssen unbedingt weiterhin durch die Beiträge mit abgedeckt werden. Es drohen sonst Entlassungen, was bedeutet, dass die Verbände nach der Krise ihre Unterstützungsmaßnahmen nicht in vollem Umfang wieder aufnehmen können oder von vorne wieder aufbauen müssen. Während und nach der Krise müssen die Verbände flexibel auf neue Rahmenbedingungen und neue Notlagen reagieren können. Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass die bereits gewährten Beiträge bei Bedarf umgeschichtet werden können, damit Maßnahmen angepasst werden können. Nur so können wir der veränderten Situation gerecht werden.
• Verbände, die über Verträge oder Konventionen mit der öffentlichen Hand (meist Bezirksgemeinschaften bzw. Sozialbetrieb Bozen) Einrichtungen und Dienste führen, stehen vor der Situation, dass bei ausbleibenden Klienten keine Tagessätze ausbezahlt werden. Da die Verbände trotzdem die Einrichtungen und Dienste aufrechterhalten müssen (Personal- und Strukturkosten fallen weiterhin an), muss in dieser Situation höherer Gewalt umgehend ein Rettungsschirm für die Verbände aufgespannt werden.
• Ausschreibungen: Die Verbände gehen davon aus, dass keine Ausschreibungen vorgenommen werden, solange die Krise mit den aktuellen restriktiven Maßnahmen für die Bevölkerung anhält.
Die sozialen Verbände benötigen für die genannten Punkte schnellstens eine Lösung, damit sie einigermaßen zuversichtlich die Krise bewältigen können.

 

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