Inhalt
Weitere Aufführungen der erfolgreichen Theaterproduktion "Minotaurus" sind geplant!
Das Anderssein entsteht, sobald sich der Mensch in der Selbstbegegnung nicht selbst erkennt.
In dieser Definition finden wir Dürrenmatts Minotaurus wieder, während er in den ersten Tagen seiner Gefangenschaft im Labyrinth besucht wird. Als wäre dies noch nicht dramatisch genug, kommt hinzu, dass die Wände des Labyrinths aus Spiegeln bestehen und das “Ungeheuer” zu permanenter Selbstbetrachtung nötigen. Durch diese tägliche Spiegelung erwirbt das “Ungeheuer” Bewusstheit seiner selbst als Einzel- wie als soziales Wesen. Es gelangt zu einer Sicht von sich selbst als einem Wesen mit Selbstachtung und mit der Fähigkeit, Gefühle zu erleben und in Beziehung zu treten. Dieses “Labyrinth” von Beziehungen mit seinem Spiegelbild befähigt es, mit anderen zu kommunizieren.
Minotaurus begegnet schließlich Ariadne, dargestellt von der Tänzerin Alexandra Hofer, während die beiden mythologischen Gestalten von Manuela Falser und Mattia Peretto, Mitglieder der Lebenshilfe, verkörpert werden.
Die Regie von Antonio Viganò und die Choreografie von Julie Anne Stanzak, Choreografin und Tänzerin im Tanztheater Wuppertal, verbinden sich zu einem Spiel mit den räumlichen Koordinaten. Lineare wie kreisförmige Bewegungen zeichnen das unsichtbare Labyrinth, während sich die Figuren, kletternd und rutschend, auf einer schiefen, mit Erde bestreuten Ebene bewegen.
Hintergrund
Das Stück ist inspiriert von Dürrenmatts “Minotaurus”. Bereits eingespielt sind die Schauspieler/innen mit und ohne Beeinträchtigung der Lebenshilfe und des Kulturvereins Theatraki. Neu aber ist die Mitarbeit der Choreografin und Tänzerin Julie Anne Stanzak, die an der Seite von Antonio Viganò wieder aufnimmt, was sie über Jahre hinweg als Mitglied der französischen Theatergruppe Oiseau Mouche auszeichnete. Ihr Tanz, der sämtliche konventionellen Grenzen sprengt, bezieht seine Kraft und seine Schönheit weniger aus vollendeten Formen denn vielmehr aus Asymmetrien.
Die “beeinträchtigten” Schauspieler treten nicht nur auf, um Kommunikation umzusetzen, sondern verkörpern das Wesen der Kommunikation selbst. Im Kampf gegen jedwede Form der Ausgrenzung fordern sie uns zu einer anderen Weltsicht auf und zeigen uns, wie unterschiedlich die Wirklichkeit wahrnehmbar und erlebbar ist.
Das Theater wird somit zum einem Ort, an dem das Unsichtbare sichtbar, das Unbekannte bekannt und das Verdrängte bewusst wird. Zu einem Ort, der offenbart, was zwar bereits vor unseren Augen liegt, unser Blick aber nicht erfasst.
Das Anderssein entsteht, sobald sich der Mensch in der Selbstbegegnung nicht selbst erkennt.
In dieser Definition finden wir Dürrenmatts Minotaurus wieder, während er in den ersten Tagen seiner Gefangenschaft im Labyrinth besucht wird. Als wäre dies noch nicht dramatisch genug, kommt hinzu, dass die Wände des Labyrinths aus Spiegeln bestehen und das “Ungeheuer” zu permanenter Selbstbetrachtung nötigen. Durch diese tägliche Spiegelung erwirbt das “Ungeheuer” Bewusstheit seiner selbst als Einzel- wie als soziales Wesen. Es gelangt zu einer Sicht von sich selbst als einem Wesen mit Selbstachtung und mit der Fähigkeit, Gefühle zu erleben und in Beziehung zu treten. Dieses “Labyrinth” von Beziehungen mit seinem Spiegelbild befähigt es, mit anderen zu kommunizieren.
Minotaurus begegnet schließlich Ariadne, dargestellt von der Tänzerin Alexandra Hofer, während die beiden mythologischen Gestalten von Manuela Falser und Mattia Peretto, Mitglieder der Lebenshilfe, verkörpert werden.
Die Regie von Antonio Viganò und die Choreografie von Julie Anne Stanzak, Choreografin und Tänzerin im Tanztheater Wuppertal, verbinden sich zu einem Spiel mit den räumlichen Koordinaten. Lineare wie kreisförmige Bewegungen zeichnen das unsichtbare Labyrinth, während sich die Figuren, kletternd und rutschend, auf einer schiefen, mit Erde bestreuten Ebene bewegen.
Hintergrund
Das Stück ist inspiriert von Dürrenmatts “Minotaurus”. Bereits eingespielt sind die Schauspieler/innen mit und ohne Beeinträchtigung der Lebenshilfe und des Kulturvereins Theatraki. Neu aber ist die Mitarbeit der Choreografin und Tänzerin Julie Anne Stanzak, die an der Seite von Antonio Viganò wieder aufnimmt, was sie über Jahre hinweg als Mitglied der französischen Theatergruppe Oiseau Mouche auszeichnete. Ihr Tanz, der sämtliche konventionellen Grenzen sprengt, bezieht seine Kraft und seine Schönheit weniger aus vollendeten Formen denn vielmehr aus Asymmetrien.
Die “beeinträchtigten” Schauspieler treten nicht nur auf, um Kommunikation umzusetzen, sondern verkörpern das Wesen der Kommunikation selbst. Im Kampf gegen jedwede Form der Ausgrenzung fordern sie uns zu einer anderen Weltsicht auf und zeigen uns, wie unterschiedlich die Wirklichkeit wahrnehmbar und erlebbar ist.
Das Theater wird somit zum einem Ort, an dem das Unsichtbare sichtbar, das Unbekannte bekannt und das Verdrängte bewusst wird. Zu einem Ort, der offenbart, was zwar bereits vor unseren Augen liegt, unser Blick aber nicht erfasst.

Minotaurs
Eine Produktion des Teatro La Ribalta, der Lebenshilfe, TanzBozen und Theatraki
Ein Projekt von: Julie Anne Stanzak und Antonio Viganò
Termine:
21. September, 20.30 Uhr, Stadttheater Bozen, Studio
22. September, 20.00 Uhr, Sterzing, Stadttheater
5. Oktober, 10.00 und 20.00 Uhr, Schlanders, Kulturhaus Karl Schönherr
Eine Produktion des Teatro La Ribalta, der Lebenshilfe, TanzBozen und Theatraki
Ein Projekt von: Julie Anne Stanzak und Antonio Viganò
Termine:
21. September, 20.30 Uhr, Stadttheater Bozen, Studio
22. September, 20.00 Uhr, Sterzing, Stadttheater
5. Oktober, 10.00 und 20.00 Uhr, Schlanders, Kulturhaus Karl Schönherr

