Inhalt
Theaterwerkstatt
In der von der Lebenshilfe und vom Kulturverein Theatraki getragenen Theaterwerkstatt, versuchen der Regisseur und seine Truppe das schwierige und streitbare Verhältnis zwischen „dem“ Normalen und „dem“ Anderen nachzuspüren. Regisseur der Werkstatt ist Antonio Viganò.Theaterwerkstatt
Kontaktperson:
Rottensteiner Barbara
Galileo-Galilei-Str. 4/c
39100 Bozen
Tel. +39 0471 062 529
Fax +39 0471 062 510
rottensteiner@lebenshilfe.it

Das Normale und das Andere begreift der Regisseur Viganò nicht so sehr in sozialer, als vielmehr in kultureller Lesart. Viganò erkennt in jedem Individuum eine erzählerische Kraft, die über seine soziale, physische und mentale Verfassung hinausgeht. „Es geht nicht darum, einen Zustand sozialer oder pathologischer Natur zu verneinen, nein, diese Besonderheit, diese Differenz selbst wird zur Kommunikation“, so Viganò. “Wir verstehen unsere Arbeit auch nicht als soziale, sondern als kulturelle Arbeit, gerade aus der Erfahrung heraus, dass jedes Projekt, in dem es um das „Andere“ und dessen Integration geht, gegen ein gängiges Muster der sozialen Ghettoisierung ankämpfen muss.“
Produktion 2008
Dreihunderttausend Menschenleben von Männern, Frauen und Kindern wurden in Nazi-Deutschland in den Jahren zwischen 1939 und 1945 ausgelöscht. Sie hatten sich zu Schulden kommen lassen, nicht in die Kriterien zu passen, die das Regime in Komplizenschaft mit Psychiatern zum Zwecke einer starken, gesunden und schönen Rasse willkürlich geschaffen hatte.
Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen, Asoziale, Schizophrene, Epileptiker und Taubstumme wurden eliminiert, aber das Ergebnis war nicht die Entstehung einer neuen Rasse, sondern die eines Ungetüms. All jene, die Frauen, Kinder und Männer umgebracht und eingeäschert haben, weil sie “nicht der Norm entsprachen”, sind dadurch nicht zu überlegenen Wesen aufgestiegen, sondern im Gegenteil zu hässlichen Monstern geworden, wie wir sie aus den Märchen unserer Kindheit kennen und fürchten.
Die Begriffe Eugenik und Euthanasie werden in wissenschaftlichen Debatten und in der Gesellschaft immer wieder thematisiert. Der menschliche Körper ist nicht mehr Besitz der Person, die darin wohnt und mit seinen unendlichen Möglichkeiten lebt, sondern gehört dem Staat, im Geiste des kollektiven Gesundheitskults und der Selbstaufopferung. Die Produktivität eines Individuums ist heute das Maß, an dem ein Menschenleben gemessen wird. Darwinismus in Reinform und biologischer Determinismus vernichten in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft jede Art von „Diversität“, denn solche Leben sind es nicht wert, gelebt zu werden“.
Wenn wir heute all dem eine Veranstaltung widmen, dann tun wir dies nicht, um nicht zu vergessen, sondern weil die Worte Eugenik und Euthanasie unter neuen ethischen und wissenschaftlichen Vorzeichen wieder verstärkt in die öffentliche Debatte Einzug gefunden haben.
Wenn wir heute all dem eine Veranstaltung widmen, dann tun wir dies, damit jene Menschen, die es vor kaum 60 Jahren nicht wert gewesen wären zu leben und sich fortzupflanzen, uns die Welt erklären, uns eine neue Art des Fühlens und der Menschlichkeit zeigen, deren Existenz uns mit großem Glück erfüllt.
Die Schauspieler unseres sozialen Theaters messen sich in der Kunst des Schauspiels, ohne Mitleid oder tröstende Blicke zu suchen, sondern stellen sich eigenverantwortlich dem kritischen Auge ihrer Zuschauer.
Produktion 2007
In diesem Stück geht es um die Mitteilungskraftund, die Schwieirgkeiten der Kommunikation und der Empathie.
Das Stück wurde im April 2008 auf dem nationalen Festival "Disartability" in Brescia und im Juni 2008 auf dem Festival "Altretrecentosessantagradi" in Treviso aufgeführt.
Produktion 2008
Impronte dell'Anima - Spuren der Seele
"Euthanasie, der Weg zur Ermordung von 70.000 Behinderten"Dreihunderttausend Menschenleben von Männern, Frauen und Kindern wurden in Nazi-Deutschland in den Jahren zwischen 1939 und 1945 ausgelöscht. Sie hatten sich zu Schulden kommen lassen, nicht in die Kriterien zu passen, die das Regime in Komplizenschaft mit Psychiatern zum Zwecke einer starken, gesunden und schönen Rasse willkürlich geschaffen hatte.
Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen, Asoziale, Schizophrene, Epileptiker und Taubstumme wurden eliminiert, aber das Ergebnis war nicht die Entstehung einer neuen Rasse, sondern die eines Ungetüms. All jene, die Frauen, Kinder und Männer umgebracht und eingeäschert haben, weil sie “nicht der Norm entsprachen”, sind dadurch nicht zu überlegenen Wesen aufgestiegen, sondern im Gegenteil zu hässlichen Monstern geworden, wie wir sie aus den Märchen unserer Kindheit kennen und fürchten.
Die Begriffe Eugenik und Euthanasie werden in wissenschaftlichen Debatten und in der Gesellschaft immer wieder thematisiert. Der menschliche Körper ist nicht mehr Besitz der Person, die darin wohnt und mit seinen unendlichen Möglichkeiten lebt, sondern gehört dem Staat, im Geiste des kollektiven Gesundheitskults und der Selbstaufopferung. Die Produktivität eines Individuums ist heute das Maß, an dem ein Menschenleben gemessen wird. Darwinismus in Reinform und biologischer Determinismus vernichten in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft jede Art von „Diversität“, denn solche Leben sind es nicht wert, gelebt zu werden“.
Wenn wir heute all dem eine Veranstaltung widmen, dann tun wir dies nicht, um nicht zu vergessen, sondern weil die Worte Eugenik und Euthanasie unter neuen ethischen und wissenschaftlichen Vorzeichen wieder verstärkt in die öffentliche Debatte Einzug gefunden haben.
Wenn wir heute all dem eine Veranstaltung widmen, dann tun wir dies, damit jene Menschen, die es vor kaum 60 Jahren nicht wert gewesen wären zu leben und sich fortzupflanzen, uns die Welt erklären, uns eine neue Art des Fühlens und der Menschlichkeit zeigen, deren Existenz uns mit großem Glück erfüllt.
Die Schauspieler unseres sozialen Theaters messen sich in der Kunst des Schauspiels, ohne Mitleid oder tröstende Blicke zu suchen, sondern stellen sich eigenverantwortlich dem kritischen Auge ihrer Zuschauer.
Produktion 2007
Come le farfalle nella pancia - Wie Schmetterlinge im Bauch
"Come le farfalle nella pancia - Wie Schmetterlinge im Bauch" war das erste Stück der Stück der Theatergruppe und debutierte im Jänner 2007 im Kulturhaus "Walther von der Vogelweide".In diesem Stück geht es um die Mitteilungskraftund, die Schwieirgkeiten der Kommunikation und der Empathie.
Das Stück wurde im April 2008 auf dem nationalen Festival "Disartability" in Brescia und im Juni 2008 auf dem Festival "Altretrecentosessantagradi" in Treviso aufgeführt.

Impronte dell'anima
Spuren der Seele
Text und Regie: Antonio Viganò, Teatro Ribalta
Die SchauspielerInnen:
Agnes Hinterwaldner, Gisela Oberegger, Manuela Falser, Mattia Peretto, Melanie Goldner, Alexandra Hofer, Graziano Hueller, Paola Guerra
Come le farfalle nella pancia
Wie Schmetterlinge im Bauch
Text und Regie: Antonio Viganò, Teatro Ribalta
Die SchauspielerInnen:
Agnes Hinterwaldner, Anna Traunig, Gisela Oberegger, Manuela Falser, Mattia Peretto, Melanie Goldner, Thomas Bristot, Alexandra Hofer, Barbara Fingerle, Graziano Hueller, Paola Guerra

